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Ausstellung "Für Deutschland. Gegen Hitler." (1)

Veranstalter:

Verband DRAFD e.V.

Erste Eröffnung:

1997

Bisherige Ausstellungsorte:

Berlin, Hamburg, Mannheim, Neunkirchen, Oldenburg, Saarbrücken, Wuppertal, Potsdam u. a.

Aktueller Ausstellungsort:

Dauerausstellung in Moskau

Eine Exposition über die weltweite Bewegung "Freies Deutschland".
Die Broschüre ist gegen eine Spende erhältlich. Anforderungen auch über den Vorstand oder per E-Mail.

Gründungsvorbereitungen

Die Ausstellung beginnt mit dem Tag des Überfalls der Hitler-Wehrmacht auf die Sowjetunion. Die von der Nazi-Ideologie geprägte Kriegsführung blieb nicht ohne Wirkung auf die Wehrmachtsangehörigen. In sowjetische Kriegsgefangenschaft geratene Soldaten und Offiziere sind in ihrer Mehrheit fest vom "Endsieg" überzeugt. Politische Emigranten aus Deutschland sind aktiv bei der antifaschistischen Aufklärungsarbeit, so Wilhelm Florin und Willi Bredel.

Plan des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht zum "Unternehmen Barbarossa"

Nach anfänglichen Schwierigkeiten ein erster Durchbruch in einem Mannschaftslager; 158 Soldaten unterschreiben einen Appell an das deutsche Volk, den "Appell der 158" vom 10. Oktober 1941. Durch die Kriegsgefangenenzeitung veröffentlicht, löst dieser in allen Lagern ein heftiges Für und Wider aus.
Im Kriegsgefangenenlager Jelabuga erfolgt die Bildung der ersten antifaschistischen Offiziersgruppe unter Hauptmann Ernst Hadermann. Am 31. Mai 1942 findet eine antifaschistische 0ffizierskonferenz statt. 23 Offiziere unterschreiben einen Aufruf an alle Offiziere in der Kriegsgefangenschaft.

Bericht über die erste antifaschistische Offizierskonferenz in Jelabuga

Das tragische Ende der deutschen Stalingradarmee führt zur Wende im Denken und im Bewusstsein vieler Kriegsgefangener. Es werden Resolutionen in den Lagern verabschiedet mit der Forderung, ein nationales deutsches Komitee zu bilden. Es kommt zur Bildung eines vorbereitenden Ausschusses im Lager Krasnogorsk.

Hauptmann Hadermann beim Abfassen seiner Aufklärungsschrift "Ein Manneswort eines deutschen Hauptmanns"

Am 12.-13. Juli 1943 fand die Gründung des Nationalkomitees "Freies Deutschland" statt. Der Schriftsteller Erich Weinert wurde zum Präsidenten des NKFD gewählt. Erich Weinert

Manifest des Nationalkomitees "Freies Deutschland" im Juli 1943

2 Monate später erfolgten die Gründung des Bundes Deutscher Offiziere (BDO) unter General der Artillerie Walther von Seydlitz, kurz danach dessen Anschluss des BDO an das Nationalkomitee sowie die Gründung eines kirchlichen Arbeitskreises beim NKFD.

General der Artillerie Walther von Seydlitz

Das NKFD im Osten

Unterstützung erhielt das NKFD durch die Sowjetunion: Wochenzeitung "Freies Deutschland", Illustrierte "Freies Deutschland" im Bild, Sender "Freies Deutschland" und durch zentrale Flugblätter - 25 Artikel zur Beendigung des Krieges erscheinen insgesamt.
Hauptfeld der Tätigkeit des NKFD ist die Aufklärungsarbeit an den Fronten, der Einsatz von Bevollmächtigten des NKFD an den Fronten vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer. Ihre Waffen sind das gesprochene, durch Lautsprecher übertragene Wort und operative Flugblätter.

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Beispiele von Fronteinsätzen: Im November 1943 der Kampf um die Gewinnung der 123. Infanteriedivision auf der Dnepr-lnsel Chortiza in der Ukraine. Ein Toter und ein Schwerverwundeter werden von Sowjet-Soldaten geborgen. Im Winter 1943/44 an der Leningrader Front - Angehörige der Frontorganisation im Gespräch mit gefangengenommenen deutschen Soldaten und Offizieren. Am 28. Januar 1944 Großeinsatz der Frontorganisation des NKFD zur Rettung der bei Tscherkassy eingeschlossenen deutschen Divisionen. Erfahrungsaustausch unter den Beauftragten über die Frontarbeit.
Am 22. Juni 1944 Beginn der Befreiung Belorusslands und Zusammenbruch der deutschen Mittelfront. Erstmals in der Geschichte des Krieges ist die Zahl der sich gefangengebenden deutschen Soldaten und Offiziere höher als die der gefallenen. Freiwillige Gefangengabe von Generalleutnant Vincenz Müller am 8. Juli 1944, bis zum 22. Juli 1944 folgen ihm 17 Generäle der ehemaligen Heeresgruppe Mitte, die beim Zusammenbruch der deutschen Front in Gefangenschaft gerieten und ihren Beitritt zum NKFD erklärten. Angehörige der Frontorganisation des NKFD wirken im Hinterland der deutschen Front.

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Beispiel der Gruppe 117: Am 8. August 1944 erklärt der ehemalige Oberbefehlshaber der Stalingradarmee, Feldmarschall Paulus, seinen Bruch mit Hitler und tritt dem NKFD bei. Nach dem Zusammenbruch der deutschen Fronten in der Sowjetunion treten die in Gefangenschaft befindlichen deutschen Generäle immer mehr in den Vordergrund der Aufrufe des NKFD. 6. Dezember 1944: "Aufruf der 50 Generäle" an Volk und Wehrmacht, sich von Hitler loszusagen und den Krieg zu beenden. Verstärkte Kampfeinsätze der Frontorganisation des NKFD in der letzten Phase des Krieges in den von Hitler zu Festungen erklärten Städten Königsberg, Danzig, Thorn, Graudenz und Breslau.