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Illegale KPD und Bewegung »Freies Deutschland« in Berlin und Brandenburg 1942-1945

Ursel Hochmuth:

Illegale KPD und Bewegung »Freies Deutschland« in Berlin und Brandenburg 1942-1945. Biographien und Zeugnisse aus der Widerstandsorganisation um Saefkow, Jacob und Bästlein. Verlag Hentrich & Hentrich Berlin, 1998, 570 S., mit über 200 Abb., DM 39,80.

Mit einer Einführung von Peter Steinbach (Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Reihe A: Analysen und Darstellungen, Band 4)

 

Am Donnerstag, dem 10. Dezember 1998, wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin ein neues Buch von Ursel Hochmuth vorgestellt.

 

Obwohl es sich um die bedeutendste kommunistische Widerstandsorganisation im Deutschland der letzten Kriegsjahre handelt, sind die Informationen über die Gruppe um Anton Saefkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein bis heute unzureichend geblieben.

Das vorliegende Buch gibt erstmals einen Gesamtüberblick über die Geschichte der Gruppe und ihres Kampfes gegen die nationalsozialistische Diktatur. Es dokumentiert umfassend, wie sich 1943/44 eine Organisation vor allem in Berliner und Brandenburger Betrieben formierte, die auf alten Strukturen aufbauen und zugleich neue schaffen konnte.

Das Wirken dieser Gruppe als "Berliner Ausschuss" des "Nationalkomitees »Freies Deutschland«" zeigt die weltanschauliche Anbindung an die Moskauer Exil-Führung der KPD und gleichzeitig den Anspruch auf eigenständige politische Konzeptionen. Wichtige Abschnitte befassen sich mit den Verbindungen im Reich sowie den Kontakten zwischen Vertretern der SPD und der KPD im Sommer 1944.

Im Zentrum des Bandes stehen auf breiter Quellenbasis erarbeitete Kurzbiographien von mehr als 420 Frauen und Männern, die zu dieser Widerstandsorganisation gezählt werden. Erstmals werden hier die Ziele, Kontakte, Querverbindungen und Lebensbilder der Menschen um Anton Saefkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein deutlich. Der dritte Teil des Bandes bietet eine kommentierte Edition aller bisher bekannten Selbstzeugnisse der Gruppe.

Viele Dokumente, darunter Schriften Bernhard Bästleins sowie Rundbriefe an Wehrmachtangehörige, werden hier erstmals veröffentlicht. Flugblätter, Denkschriften und interne Ausarbeitungen zeigen das differenzierte Bild einer eigenständigen Organisation, die in der Auseinandersetzung mit allen Positionen versuchte, Konzepte für den Beitrag der Illegalen zum Sturz Hitlers, zur Beendigung des Krieges und für ein nachnationalsozialistisches Deutschland zu entwickeln.